Erbengemeinschaft

Eine Erbengemeinschaft ist eine „Zwangsgemeinschaft“, wo man die Mitglieder nicht aussuchen kann. Der Mitgliedschaft einer Erbengemeinschaft muss zwangsläufig der Tod eines Erblassers vorausgehen. In der Regel ist ein naher Angehöriger verstorben, was alleine schon Leid genug ist. In unserem Fall war es der Tod des Vaters.

Wie der Volksmund schon sagt, hört beim Geld die Freundschaft, aber auch die Familienbande auf. Das wird dann ein Problem, wenn sich Mitglieder übervorteilt fühlen, alles boykottieren und Millionen aus dem Erbe herausschlagen wollen. Egal, ob das angebracht, geschweige denn, realistisch ist.

So geschieht das gerade mit der Erbengemeinschaft, wo ich aufgrund des Todes der Eltern ungewollt Mitglied wurde. Wir sind fünf erbberechtigte Geschwister. Vier davon verstehen sich gut und wollen die Dinge, die jetzt anstehen, in Ruhe und nach dem Willen der Eltern erledigen. Die fünfte Miterbin, eigentlich war es ja einmal unsere Schwester, was sie übrigens schon lange nicht mehr ist, macht Schwierigkeiten, wo es eben geht.

Besagte Miterbin, Frau Michaela Puddu, wurde zeitlebens von den Eltern finanziell unterstützt. Dabei sind oft Beträge bis zu 1.000,- € geflossen. Unsere Mutter hat die Zahlungen auch als Darlehen dokumentiert (dabei sicher die Eine oder Andere Zahlung vergessen). Dokumentiert ist jedoch ein guter fünfstelliger Betrag.

Warum schreibe ich dies überhaupt so öffentlich auf meine Homepage? Ganz einfach, zunächst verbreitet Frau Puddu Lügen, die ich hiermit klarstellen möchte und dann liegt die Motivation darin, die Leser auf die Situation Erbengemeinschaft vorzubereiten. Die Erblasser können nämlich viele Streitpunkte schon von vornherein ausschließen, sie müssen es nur regeln.

Nun zur Sache.

Die ganze Geschichte beginnt eigentlich zu einer Zeit, wo beim Vater Schlaganfälle nicht erkannt wurden und die entsprechenden Symptome nicht mehr umkehrbar waren. Wir befinden uns in den Jahren 2011 und 12. Erschwerend kommt seine Erkrankung an Alzheimer hinzu. Letztendlich wurde er ein bettlägeriger Schwerstpflegefall. Er war 40 Jahre Krankenpfleger und hatte diesbezüglich sowohl eine Patientenverfügung als auch eine Vorsorgevollmacht ausgestellt. In der Vorsorgevollmacht hat er  die beiden älteren Töchter vorgesehen und die jüngste Tochter, Frau Puddu sogar explizit ausgeschlossen.

Der Krankheitsverlauf führte dazu, dass eine orale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich war und er schon erste Anzeichen von Unterernährung und Organversagen zeigte. Zu diesem Zeitpunkt entschieden die behandelnden Ärzte, dass ein PEG gelegt werden müsse. 

Die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist ein endoskopisch angelegter künstlicher Zugang von außen durch die Bauchdecke in den Magen oder – bei einer perkutanen endoskopischen Jejunonostomie (PEJ) – in den Dünndarm. Durch diesen Zugang kann ein elastischer Kunststoffschlauch gelegt werden. Die Abkürzungen PEG oder PEJ bezeichnen jedoch regelmäßig die durch den jeweiligen Zugang geführte Sonde. Die PEG-Sonde dient vorwiegend dazu, dem Patienten Nahrung und Flüssigkeit zuzuführen, kann aber auch zur Sekretableitung genutzt werden.

Leider hat der Vater in seiner Patientenverfügung zwar lebenserhaltende Maßnahmen ausgeschlossen, hierbei aber nicht verifiziert, welche ausgeschlossen sind. Gegen seinen eindeutigen Willen, hat unsere Mutter entschieden, den PEG legen zu lassen. 

Bei der Entscheidung für eine PEG müssen die anderen Verfahren zur Zufuhr von Nahrung in Betracht gezogen werden. Da das Anlegen einer PEG ein chirurgischer Eingriff ist, müssen rechtliche und ethische Aspekte beachtet und berücksichtigt werden.

Hier beginnt nun die traurige Odyssee des langsamen dahinsiechenden Vaters. Für mich selbst waren ab diesem Zeitpunkt die Besuche beim Vater sehr qualvoll, wenn auch notwendig. Ich war mir nie sicher, ob er auch tatsächlich nichts mehr von dem mitbekam, was um ihn herum geschah. Ich sehe die Bilder heute noch vor mir, wie er alleine in dem Zimmer bei ständig laufendem Fernseher, liegt und förmlich nach Hilfe ruft.

Bis dahin wurden auch Puddus öfter gesehen. Aber nur um mit Mutter einkaufen zu fahren, in der Gewissheit, dass Mutter auch die Einkäufe von Puddu finanziert hat. Als der Geldsegen eingestellt wurde, hat man Puddus auch nicht mehr in Binsfeld gesehen.

Mutter war völlig überfordert mit der Pflege, so dass dauerhaft der Pflegedienst beauftragt wurde. Auch hier gab es immer wieder Anlass zu Beschwerden. Meine älteste Schwester, die noch im Ort wohnte und meine zweitälteste Schwester Silvia, die jedesmal aus Ahrweiler anreiste, hatten nun die extrem belastende Aufgabe sich um sämtliche Angelegenheiten zu kümmern. Insbesondere, weil unsere Mutter auch sehr eigen war. In dieser Situation kommt noch die finanzielle Belastung hinzu. Die Pflegeversicherung deckt leider nicht alles ab. So muss unter anderem die künstliche Nahrung, die übrigens keinesfalls preiswert ist, selbst bezahlt werden.

Im Winter 2016, kurz vor Weihnachten, wurde dann bei Mutter ein sehr schlimmes Krankheitsbild festgestellt. Blasenkrebs, schnell wachsend und blutend, Brustkrebs mit Metastasen auf der Wirbelsäule und Herzinsuffizienz, die eine OP und Behandlung nicht zuließ. Vermutlich hatte sie sogar unentdeckte Herzinfarkte. Die Meinungen der Ärzte waren dementsprechend sehr unterschiedlich. Von sofortiger OP bis hin zu minimaler Versorgung (Schmerzen lindern) stand alles auf der ToDo-Liste der Ärzte. Die Belastung meiner beiden Schwestern, die sich vor Ort um alles kümmerten, war enorm. Euch beiden nochmals vielen Dank für diese Aufopferung.

Aufgrund der Herzschwäche wurde zuerst eine Kur angeordnet, um das Herz zu stärken, damit eine OP überhaupt ansatzweise überstehbar  wird. Nach meinen intensiven Gesprächen mit den Ärzten, hat sich Mutter letztendlich entschieden nichts zu tun, was ich in Anbetracht der Diagnose absolut unterstützt habe. Es gab keine Auskunft (was auch gut ist) wie lange sie noch zu leben hat, dementsprechend haben sich meine beiden älteren Schwestern und ich uns intensiv um Mutter gekümmert. Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Beate hier mit Abstand eine heroische Leistung, oft auch am Rande ihrer Kräfte, vollbracht hat. Ebenfalls nicht zu vergessen ist der Vater, der ja nun einmal bettlägerig nebenan im Zimmer lag und um den sich ja auch jemand kümmern musste. Mutter fiel ja bekanntlich aus!

Am 11. Juli 2017 verstarb trotz der schlimmen Krankheiten, unerwartet unsere Mutter. Mich erreicht der Anruf im Studio beim Training. Duschen und auf nach Binsfeld. Während der Fahrt habe ich dann Frau Puddu informiert, die sich seit November 2016 bei meinen Eltern nicht mehr hat sehen lassen (der Geldhahn war ja von uns sofort zugedreht worden). 

Noch am Todestag gab es die Äußerung von Frau Puddu, dass sie auf das Erbe nicht verzichten könne. Glücklicherweise gab es ein Berliner Testament zugunsten des Längstlebenden und die Geschichte mit dem Erben war erst einmal erledigt. So dachte zumindest die vier Geschwister. Frau Puddu musste zuerst überzeugt werden, dass sie auf ihr Erbe verzichten müsse. Heute tut es uns leid, dass wir sie nicht schon zu diesem Zeitpunkt ausgezahlt haben und damit die noch folgende unsägliche Geschichte schon beendet hatten.

Nach dem bereits oben erwähnten Gesundheitszustand der Mutter mussten wir unseren Vater für die Dauer der Krankenhausaufenthalte der Mutter und während der Kur in die Kurzzeitpflege geben. Heute kann ich feststellen, dass eine gute Rente und die Pflegeversicherung nicht ausreichen, die entstandenen Kosten zu tragen.

Die Kurzzeitpflege hat mehr als 4.000,- € im Monat gekostet. Gleichzeitig benötigte Mutter aber auch noch finanzielle Mittel, um ihr Leben bestreiten zu können. Die laufenden Kosten, Wohnung, Grundbesitzabgaben, Versicherungen, Heilmittel, Pflegedienst usw. fallen ja trotzdem an.

Selbstverständlich sind wir VIER Geschwister an dieser Stelle in die Versorgung eingetreten. Frau Puddu hat sich wie bisher insgesamt nicht beteiligt. Jetzt mussten wir auch noch die Beerdigung der Mutter stemmen.

Nach der schlimmen Diagnose für Mutter waren auch wir zunächst ratlos, was nun zu veranlassen wäre. Erst die eindringlichen Gespräche mit den Ärzten führten zu der Entscheidung von Mutter, doch keine OP mehr durchzuführen. Wir haben uns sehr oft gefragt, wie wir damit umgehen, wenn auch Mutter bettlägerig wird. Heute bin ich froh, dass sie sich klammheimlich davongestohlen hat und ihr ein Ledidensweg erspart blieb.

In den Monaten zuvor hatten wir Gelegenheit mit ihr gemeinsam zu erörtern, wie sie gerne beigesetzt werden wolle. Alle möglichen Szenarien wurden durchgesprochen. Sie hat sich letztendlich für eine Bestattung im Friedwald ausgesprochen, sich sogar noch „ihren“ Baum selbst ausgesucht, an dem auch Jakob seine letzte Ruhe finden soll.

Sie wurde am 11.07.2016 mittags vom Pflegedienst aufgefunden. Nach deren Aussage hatte sie sich wohl kurz vorher noch eine Tasse Kaffee eingeschenkt (die war noch warm) und eine brennende Zigarette lag im Aschenbecher.

Gerade wird mir bewusst, wie sehr mir die Eltern fehlen. Bisher konnte ich aufgrund der Geschehnisse und des Ärgers mit den Puddus keine Ruhe für die Trauer finden. Das findet ja auch noch lange keine Ende, aber der Reihe nach.

Ich erhielt einen Anruf von meiner Frau, dass wir das so nicht machen könnten. Ich sollte doch das Gespräch mit Puddus suchen. Das Gespräch habe ich dann auch geführt. Es war wie zu erwarten ausschließlich von Forderungen seitens Puddus gefüllt. Sie wollen so eine Beerdigung nicht, sie wollen eine herkömmliche Erdbestattung. Auch auf meine Ausführungen, dass es hier ausschließlich um die Erfüllung des letzten Wunsches unserer Mutter und nicht um ihre Angelegenheiten ginge, wurde ich letztendlich nur beschimpft. Und immer die Drohung, den Anwalt einzuschalten!

Nachdem unsere Mutter dann beigesetzt war, wir VIER die Rechnungen beglichen haben, folgt der nächste Angriff.

Auch hier wieder der Reihe nach.

Frau Puddu hatte bei Gericht den Antrag gestellt in die Betreuung des Vaters eingebunden zu werden. Wie bereits oben erwähnt hatte Vater das schon in seiner Patientenverfügung als auch in der Vorsorgevollmacht ausgeschlossen. Eine weitere Überprüfung hätte sich an dieser Stelle schon erübrigt. Gleichwohl wurde durch das Gericht ein Betreungsverwalters beauftragt, sich dieser Frage anzunehmen. Das Ergebnis ist ein umfassender Bericht, dass eine Einbindung von Frau Puddu nicht notwendig und auch nicht gewünscht sei. Dies wurde dann durch richterlichen Beschluss verfügt.

Gleichzeitig wurde uns die Rechnung des Amtsgerichts 450,- € für diese Feststellung übersandt. Obwohl ich Widerspruch einlegte und dem Gericht mitteilte, dass doch wohl der Antragsteller Puddu diese Kosten zu tragen habe, durften wir VIER unter Androhung des Mahnverfahrens diese Kosten tragen.

Am Todestag der Mutter erreicht uns noch eine weitere Nachricht. Der PEG vom Vater muss erneuert werden. Es wird keine Nahrung mehr produziert, die auf den „Alten“ Anschluss passt, so dass er ausgetauscht werden muss.

Wir VIER haben dann gemeinsam überlegt, was zu tun ist und in dieser Frage geplant mit dem Betreuungsrichter und den behandelnden Ärzten einen Ortstermin zu vereinbaren. Der Wunsch des Vaters, auf diese Dinge zu verzichten (er war selbst lange genug Krankenpfleger, so dass er wusste von was er sprach) stand ja auch noch im Raum.

Der Betreuungsrichter kommt uns jedoch zuvor und rief meine Schwester Beate mit der Frage an, ob wir vor hätten unseren Vater umzubringen? Diese Informationen hatte er auch von Puddus erhalten.

Aufgrund des Telefonates wurde zeitnah ein Ortstermin anberaumt. Teilnehmer waren die behandelnden Ärzte, der Betreuungsrichter der Pflegedienst und die beiden Schwestern Beate und Silvia.

Der Betreuungsrichter hat letztendlich die Entscheidung in unsere Hände gelegt. Nachdem nochmals alle Unterlagen gesichtet waren, sagt er, dass wir nun dem Wunsch des Vater nachkommen könnten und auf die Erneuerung des PEG unter Auflagen verzichten könnten. Wir entschieden uns dann auch zu diesem Schritt.

Die Nahrungszufuhr wurde zunächst täglich kleiner dosiert, bis sie ganz abgesetzt wurde. Flüssigkeit wurde weiterhin verabreicht. Leute ich kann euch sagen, das alles ist ein unendliches Leid, was da passiert. Beate und Silvia haben das alles hautnah und täglich erlebt. Ich glaube keiner der Anderen kann sich einen Eindruck des dort Erlebten machen. Wir müssen unseren Schwestern mehr als dankbar für diese Torturen sein. Da können wir auf Schüsse aus dem Hinterhalt von Puddus gerne verzichten.

Die Ärzte sagten, dass es nun nicht mehr lange dauern würde. Weit gefehlt! Vater hat dann doch noch viele Wochen gebraucht, bis er endlich für immer eingeschlafen ist. 

Am 09.10.2017 wurde er morgens vom Pflegedienst aufgefunden. Dieses Datum hat dennoch einen gewissen Charme, ist es doch auch der Geburtstag von Frau Puddu. Irgendwie hat man das Gefühl, dass auch hier das Schicksal geplant war.

Jetzt geht die unendliche Geschichte aber erst Recht weiter. Am 10.10.2017 wird Frau Puddu schon morgens zur Öffnungszeit bei der Sparkasse, dem Kontoführenden Institut der Eltern, vorstellig und möchte alles Bargeld abheben. Als das nicht geht, lässt sie das Konto sperren. Da ich uneingeschränkte Kontovollmacht besaß, durfte dieses Konto grundsätzlich nicht gesperrt werden, da es jetzt aber vollzogen war, wollte die Sparkasse dies nicht mehr zurücknehmen. Ich weiß gar nicht, welche Schimpfwörter mir dazu einfallen…….

Uns bringt sie dadurch in unendliche Verlegenheiten. Sämtliche Kosten werden nicht mehr gezahlt, alle Daueraufträge und Einzugsermächtigungen laufen ins Lehre, mit dem Resultat, dass ständig irgendwelche Mahnungen bei einem der Erben angekommen sind. Die Bestattungskosten für Vater, die selbst zu zahlenden Pflegeleistungen und die normalen Kosten für Hausbesitzer fielen ja nun einmal an und die ank weigerte sich auch, die üblicherweise und gesetzlich sogar vorgesehenen Kosten von diesem Konto zu bezahlen.

Schnelle Hilfe war nun notwendig, es wurden mittlerweile ja schon mehrere tausend Euro benötigt, um die Schulden zu tilgen. Beate und ich richteten ein neues Konto dafür ein. Dort haben wir zunächst eine Summe, die aus einer Sammlung der Vier zustande gekommen ist, eingezahlt. Alle Gläubiger informiert, dass Post sofort an mich zu adressieren ist, gleichzeitig mit der Bitte, mir die Rechnungen nochmal zukommen zu lassen. Mittlerweile haben wir annähernd 20.000,- € geleistet. Frau Puddu hat sich bisher nicht beteiligt.

Sie versteht sich eher darauf, ihre Pflicht zu mißachten, dafür aber Unwahrheiten zu erzählen.

Eine dieser Lügen ist die Vermarktung des Hauses. Das Haus wurde schon 1998 aufgeteilt. Wie alle wissen, hatten meine Eltern auch aus den bereits genannten Unterstützungsgründen nicht die Mittel, eine notwendige und umfassende Sanierung am Haus durchzuführen. Beate und ich haben dann beschlossen, dass wir das Haus kernsanieren.

Das haben wir unseren Eltern unter der Bedingung angeboten, dass jedem von uns eine der Wohnungen als Anteilseigentum überschrieben wird. Denn so ganz ohne -Sicherheiten wollten wir es dann doch nicht machen.

Die Eltern haben sich bereit erklärt und wir haben insgesamt nachweislich 150.000,- DM investiert. Dach ausgebaut, alle Räume kernsaniert. Neue Heizungsanlagen (Gasetagenheizungen), komplett neue Stromversorgung, sämtliche Wasser- und Abwasserversorgungen erneuert. Neue Fenster und Türen eingebaut. Die alten Fenster waren noch aus Holz und hatten Einfachverglasung.

Schon zu dieser Zeit wurde uns Erbschleicherei unterstellt, was bei dem o. g. Betrag, den wir aufgewandt haben, jedoch sehr unwahrscheinlich wird. Wir haben uns im Gegenteil eine Eigentumswohnung recht teuer erkauft.

Die Gerüchte, dass nun im Erbfall das gesamte Haus zur Diskussion steht, sind falsch. Sowohl Beate als auch ich sind im Grundbuch eingetragene Eigentümer der jeweiligen Wohnungen. Als Erbmaße steht lediglich die Erdgeschosswohnung der Eltern zur Debatte.

Aktuell steht keine Veräußerung des gesamten Objektes an!

In einem Versuch, die Erbengemeinschaft an einen Tisch zu bekommen, wurde sich in den Räumen des Anwalts von Puddus getroffen. Hier hatten wir VIER tatsächlich den Willen, die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Leider sind Puddus so habgierig, dass keine Einigung zu erzielen war.

Unsere Eltern waren ja auch Jäger und Sammler, dass ist auch allen bekannt. Die Wohnung wollten wir nun auch säubern und ausräumen. Das haben wir auch gemacht. Zwei 40 qm Container und zwei Tage Arbeit ohne Beteiligung Puddu. Im Gegenteil, Silvia hat bei Ebay einige Ihrer Möbel verkauft. Prompt kommt vom Anwalt Puddus die Aufforderung keine Sachen aus der Wohnung der Eltern zu veräußern! Als Beweis waren die Bilder von Silvias Möbel aus Ebay beigefügt.

Hä, in welchem Film spiele ich gerade mit? Wo ist die versteckte Kamera? Nein, das ist nicht mehr lustig. Ihr glaubt nicht, was wir uns gerade alles so wünschen. Aber, und da glaube ich fest dran, es gibt eine Gerechtigkeit. Irgendwann und Irgendwo, hoffentlich recht bald.

Nunmehr ist das Zwangsversteigerungsverfahren für die elterliche Wohnung (und es geht nur um die Wohnung im Erdgeschoß!) durch Puddus eröffnet worden. Nachdem der Gutachter des Amtsgerichts einen Verkehrkehrswert von 75.000,- € (der insgesamt völlig indiskutabel ist) festgestellt hat, unterbreitet der Anwalt von Puddus uns ein weiteres unlauteres Angebot.

Wir sollen 15.000,- € an Puddus zahlen, dann würde sie ihren Erbanteil an uns überschreiben. Bei unserer Entscheidung sollen wir berücksichtigen, dass Puddus ja auch die Kosten des Verfahrens tragen müssen. Wer sonst, als derjenige, der das Verfahren erst angestrengt hat? Ich habe, obwohl das Angebot nicht verhandelbar war (wie lächerlich ist diese Farce) habe ich ein Gegenangebot unterbreitet, was übrigens jetzt auch ausgelaufen ist. Wie oben schon erläutert, haben Puddus nachweisbar schon 12.000,- € erhalten, die bisherigen Kosten der Erbengemeinschaft belaufen sich auf 25.000,- €, so dass Puddus da auch mit 5.000,- € in der Kreide stehen. Das wären also insgesamt schon 17.000,- € die Puddus erhalten haben und die Raffzähne wollen da auch noch 15.000,- € obendrauf.

Wir fragen uns immer wieder, wie der Anwalt jemals seine Kosten von Puddus erhalten soll. Ihr alle kennt die Wohnung und könnt mir beipflichten, dass daraus niemals ein Millionengewinn wird. Heute können wir froh sein, wenn überhaupt die Kosten gedeckt werden. Unter realistischen Bedingungen ist die Wohnung nicht zu verkaufen. Sie kann nur von einem Eigentümer der anderen Wohnungen gekauft werden. Das ist alleine eine Preisfrage.

Derzeit bereite ich die Klage zur Übernahme der Erbschulden von Puddus vor. Nach geltendem Recht hat sich jeder Erbe an den Kosten zu beteiligen und das sofort.

Die Gemeinde Nörvenich hatte uns einen neuen Gebührenbescheide für 2018 übersandt. Ich muss erwähnen, dass wir seit Oktober 2017 sämtliche Kosten von unserem neuen Konto beglichen haben, was mit dem Erbe nichts mehr zu tun hat.

Die Gemeinde musste aufgrund der Übertragung auf die Erbengemeinschaft im Grundbuch und den daraufhin neuen Einheitśwertbescheid eine Neuberechnung für den Zeitraum Oktober 2017 bis Januar 2019 durchführen. Dementsprechend ergab sich eine Erstattung für uns. Die Gemeinde forderte mich auf, die Kontoverbindung mitzuteilen, auf die das Guthaben erstattet werden soll. Das habe ich mit Brief am gleichen Tag erledigt.

Da wir keinen Eingang verzeichnen konnten, fragten wir bei der Gemeinde nach, wo unsere Erstattung bleibt. Da hat eine sehr fleißige Mitarbeiterin der Gemeindekasse einfach irgendein Konto genommen, ausgerechnet das gesperrte Konto der Eltern und das Guthaben dorthin überwiesen.

Welche unverschämte Frechheit! Mein Brief wäre bei der Gemeindekasse nicht eingegangen (was ich auch nicht glaube!) und man musste ja irgendwohin bezahlen. Auf die Idee zu kommen, das Guthaben auf das Konto zurück zu überweisen, von dem es an die Gemeinde bezahlt wurde, ist niemand gekommen?!

Sollte mein Brief tatsächlich nicht eingegangen sein, hätte man zunächst nochmals an die Mitteilung der Kontoverbindung erinnern müssen. Nix ist passiert, sondern einfach auf das Konto überwiesen, wo schon seit zwei Jahren keine Bewegung ist.

Dadurch wurde uns durch unfähige Gemeindemitarbeiterinnen erneut Gelder vorenthalten. Ihr könnt uns glauben, wir haben die Faxen dermaßen dicke.

Das sich Familie Puddu reichlich von den Eltern aushalten lies, war ja noch nicht genug. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass die Familie Puddu sich auch bei der Großtante monatlich mit großen Beträgen bedient hat.

Wir Vier waren grundsätzlich bereit, in dieser Angelegenheit eine gerechte Lösung für alle zu finden. Dazu gehört auch, dass zunächst alle Fakten offen dargestellt werden. Familie P. war nicht bereit, im Gegenteil, wir vermuten, dass der Anwalt ihnen Hoffnung auf einen unermesslichen Reichtum, den das Erbe bringt, gemacht hat.

Die Zwangsversteigerung führt übrigens nur dazu, dass das Immobilienvermögen in Barwerte umgewandelt wird, wenn die Wohnung denn auch versteigert wird. Das Barvermögen wird bei Gericht so lange hinterlegt, bis alle Erbstreitigkeiten beseitigt sind. Bekanntlich mahlen die Mühlen der Gerechtigkeit ja auch sehr langsam, kann also dauern. Vielleicht noch viele Jahre. Bis dahin haben die laufenden Kosten, sicher das Erbe aufgefressen. Am Schluss wird abgerechnet und es ist wahrscheinlich, dass Famile P. nicht nur nichts bekommt, sondern noch auf Schulden sitzen bleiben wird.

Angebote zur gütlichen Einigung wird es unsererseits keinesfalls mehr geben. Die Eigentumsverhältnisse der Eigentümergemeinschaft gestalten sich derart, dass niemand Fremder diese Wohnung erwerben möchte. Kaufen kann nur einer der Eigentümer und das auch nicht zu den Preisvorstellungen.